download portfolio

i could do so many things in so many ways

 

As I am very interested in production circumstances and representation and how performances care about objects in space, I am directing things like myself as objects in space.

My idea of live performance is more an exhibition than an event.

This includes different time and space factors, as well as actions that are performed in the field.

Where is this space? Is it an exhibition space, a theater space or a <inszenierter Raum>?

Are there people in the space who are not performing?

With Rancière, the gaze is already an action and in order to this, performative/a performance.

Where is their position and what does it signify? Is the exhibition space suitable for a performance?

Is the space the stage or is the stage part of the space?

 

 

Meine Arbeiten sind oft Performances, die sowohl medienübergreifend (Sound, Text, Objekte, Projektionsflächen) sein können als auch ohne weitere Medien auskommen - und die aber immer auch dieses Verhältnis verhandeln. Das Medium Sound ist bei meinen Performances stark von John Cage und Philip Glass geprägt, also von der Minimal Music und vom Score als Struktur, der sich sowohl auf Bewegung und Raum als auch auf ein Instrument beziehen kann. Das Klavier war in meinen Performances 2009-2013 ein dominierendes Element, nicht nur als Instrument sondern auch als Objekt. Es ist ein Ding, dass bespielt und bestiegen werden kann <piano climb>, also sowohl performativ benützt als auch entfremdet wird. Meine Texte sind Ausschnitte, Reduktionen und stehen meist in Zusammenhang mit Bewegung. Dabei spielen Klang und Rhythmus eine große Rolle, die Inhalte meiner Texte können Erklärungen, Beschreibungen oder auch fragmentarische Ausschnitte sein, die in losem Zusammenhang mit der Bewegung stehen.

Zudem setze ich mich mit kunst-und kulturwissenschaftlichen Themen auseinander. Meine Diplomarbeit in diesem Fach <Performance als kuratorische Praxis anhand des Konzepts La Monnaie Vivante von Pierre Bal-Blanc> sowie meine Performance <body of exhibition> handelten vom kuratorischen Konzept als performativem Konzept und setzen sich mit Performance im Ausstellungskontext auseinander. Hier geht es um das Nebeneinander von bewegten Objekten und unbewegten Subjekten (Pierre Bal-Blanc), sowohl die Textarbeit als auch die Performance verhandeln die Frage nach Positionierung und Raumfindung.

Die Frage nach der Verankerung von Performance im Ausstellungsraum und in der bildenden Kunst ist zentral in meinen Arbeiten. Diese Frage ist auch in der zeitgenössischen Kunst äußerst aktuell – es geht insbesondere darum, die unterschiedlichen Zeitlichkeiten einer Performance und eines Objekts in einem Raum existieren zu lassen und die Grenzen zwischen den Medien zugunsten einer Diversität der Formen aufzuheben und deren Gleichwertigkeit zu fördern sowie Hierarchien aufzudecken.

In meinem Buch <There is no stage> <2016> versuche ich diese Zusammenhänge durch eine Öffnung der Gegensätze deutlich zu machen. Es legt die dreijährige Forschungsarbeit zu Performance im Ausstellungsbereich offen und erweitert so auch den Begriff der künstlerischen Forschung in Bezug zu Performance.

Ich möchte ein Plateau schaffen, für eine Verortung von Performance in der bildenden Kunst.

 

Nina Herlitschka, 2017

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Nina Herlitschka 2017

Alle hier veröffentlichten Texte, Fotos und Grafiken unterliegen dem Urheberrecht. Sie stehen den Nutzer_innen allein zu persönlichen Zwecken zur Verfügung. Jede darüber hinausgehende Verwertung, Vervielfältigung und Verbreitung bedarf der vorherigen Zustimmung der Website-Inhaberin. Alle hier nicht ausdrücklich eingeräumten Rechte bleiben vorbehalten. Für den Inhalt der verlinkten Seiten haften ausschließlich deren Betreiber_innen.